Blasphemie Gesetze gegen den Islam anwenden




Kurz nachdem ein muslimischer Attentäter 12 Menschen in der Redaktion von Charlie Hebdo getötet hatte, erneuerte die Organisation der Islamischen Zusammenarbeit, OIC, einen "kollektiven Aufruf der muslimischen Welt" "Blasphemie" gegen den Islam endlich zu kriminalisieren. Sie nennen es allerdings "Diffamierung von Religionen".
Der OIC scheint die große Ironie an der Sache nicht zu bemerken: Wenn internationale Gesetze Karikaturen, Bücher oder Filme verbieten sollen, weil sie den Islam diffamieren, dann müsste man auch, wenn man weiter denkt, den gesamten Islam verbieten. Der Islam ist die einzige Religion deren grundlegende Texte andere Religionen aktiv und einstimmig andere Religionen diffamieren, und sie dabei auch noch namentlich nennen.
Raymond Ibrahim schreibt, dass man den Begriff "Diffamierung" genauer betrachten muss. Laut Wörterbuch bedeutet es "die Reputation eines anderen herabsetzen" oder "falsche oder ungerechtfertigte Verletzung des guten Rufs eines anderen, wie Verleumdung oder Beleidigung". So wie die Muslime es benutzen, bedeutet Diffamierung einfach alles was die islamischen Gefühle beleidigt oder angreift.
Die größte Ironie ist, dass es sich bei der "Diffamierung", über die sich die Muslime beschweren – und die Gewalt und Blutvergießen auf der ganzen Welt auslöst – um Dinge wie Karikaturen und Spielfilme geht, die von Individuen stammen, die nur für sich selbst stehen. Der Islam jedoch verurteilt und würdigt alle durch seine heiligsten Texte herab– mit anderen Worten: Er diffamiert – alle anderen Religionen, ganz zu schweigen von den Gewaltaufrufen gegen sie (z.B. Koran 9:29).
Denn darum geht es: Das wahrgenommene "heilige" Recht des Islams zu diffamieren und zu zerstören – darum sollte sich die internationale Weltgemeinschaft kümmern. Nicht um lächerliche Karikaturen oder Filme.

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