Zum Geburtstag von George Orwell

Zum Geburtstag von George Orwell

Zum Geburtstag von George Orwell, der sich am 25. Juni wieder gejährt hat, hat die amerikanische Schriftstellerin und Journalistin Diana West seine wichtigsten Gedanken zusammengefasst und kommt zu dem Schluss, dass Orwell einen 'Röntgenblick' gehabt haben muss. Hier einige Zitate von Orwell mit Wests Kommentaren:

Obwohl Orwell relativ jung verstarb, er wurde nur 46 Jahre alt, hat er ein umfangreiches literarisches Testament hinterlassen, das die Plattitüden und Lügen einer totalitären Regierung schonungslos offenlegte. Am berühmtesten sind seine beiden dystopischen Novellen '1984' und 'Animal Farm', sowie seine journalistischen Essays, in denen er immer wieder die Auswirkungen des Kommunismus darstellt. So schreibt er in 'Inside the Whale', einem Essay über Literatur, folgendes:

Während ich dieses Essay geschrieben habe, ist in Europa ein weiterer Krieg ausgebrochen. Er wird entweder ein paar Jahre dauern und die westliche Zivilisation in Stücke reißen, oder er wird ergebnislos enden und den Weg für einen weiteren Krieg ebnen, der das dann ein für alle Mal erledigen wird.

Beides ist geschehen, so West, der Zweite Weltkrieg hat die westliche Zivilisation in Stücke gerissen, die dann durch den nachfolgenden „kalten Krieg“ pulverisiert wurde.

Orwell:

Aber Krieg ist nur „intensivierter Frieden“. Was ganz offensichtlich passiert, Krieg hin oder her, ist der Zusammenbruch des Laissez-faire-Kapitalismus und der christlich-liberalen Kultur. Bis vor kurzem hatte man die volle Bedeutung nicht voraussagen können, denn man hatte sich allgemein vorgestellt, dass der Sozialismus die Atmosphäre des Liberalismus erhalten wenn nicht sogar vergrößern könnte.

Jetzt erkennt man so langsam, wie falsch dieser Gedanke war.

Orwell fährt fort:

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind wir auf dem Weg in ein Zeitalter totalitärer Diktaturen – ein Zeitalter, in dem die Gedankenfreiheit als erste zur tödlichen Sünde wird und später zur bedeutungslosen Abstraktion.

Wenn man sich die historischen Modelle anschaut, dann beschwört die Phrase „totalitäre Diktatur“ nicht nur unseren eigenen, in zunehmendem Maße eingegrenzten Zustand eines politischen oder öffentlichen Wesens herauf, unsere Gulags sind professionell, sozial: Sie schädigen unsere berufliche Karriere und unsere Reputation, und dies ähnelt auf verstörende Weise Orwells Beschreibung, dass es ein Zeitalter sein wird 'in dem die Gedankenfreiheit als erster zur tödlichen Sünde wird und später zur bedeutungslosen Abstraktion'.

Und Orwell sagt in deutlichen Worten was als nächstes auf uns zu kommt:

Das autonome Individuum wird ausradiert und nicht mehr existieren.

Das passt. Tatsache ist, dass Kollektivismus – totalitäre Diktaturen, Sozialismus, Progressismus (beispielsweise Obamacare, der Islam) – davon abhängig ist. Wenn das „autonome Individuum“ verschwindet, dann verschwindet auch der „robuste Individualismus“. Und das heißt mit anderen Worten „Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“- Und wenn der Individualismus verschwindet, dann expandiert der sozialistische/paternalistische Nanny-Staat.
 
Quelle: Diana West

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