
Während die NATO unter Bezugnahme auf die Angst vor
einer imaginären "russischen Bedrohung" im Baltikum ein Großmanöver nach
dem anderen abhält, wächst in Deutschland die Angst angesichts der
realen Konfrontationspolitik gegenüber Russland.
Bildquelle: Army.mil
Über mehr als drei Wochen probten 3.000 NATO-Soldaten
unter US-Führung den militärischen Ernstfall. Zudem wollten sie die
Interoperabilität mit Sondereinheiten aus Osteuropa stärken. Die Angst
vor der "russischen Aggression" im Baltikum dürfte dennoch bleiben.
An dem Kriegsmanöver unter dem Motto Allied Spirit VI nahmen Streitkräfte aus dem Kosovo, Slowenien, Tschechien, Lettland, Estland, Finnland, Ungarn, Frankreich, Deutschland, Italien, Kanada, den Niederlanden, Großbritannien und den USA teil. Dem offiziellen Nachrichtenportal der US-Army zufolge dienten die wochenlangen Übungen dazu, Sondereinheiten in konventionelle Kräfte zu integrieren, um deren Wirksamkeit zu erhöhen.
Der Hauptzweck dieser Übung war die Bereitstellung eines Austragungsortes für die 1. lettische Brigade. Es geht darum, als Task Force zu trainieren und ihre Interoperabilität sowohl mit den USA als auch mit anderen multinationalen Kräften zu erhöhen", kommentierte US-Major Robert Temple.Bei den Übungen berieten und assistierten außerdem das erste Bataillon und die 10. Sondereinsatzkräfte-Gruppe der USA estnischen Einheiten sowie mazedonischen Sondereinsatzkräften.
Wir unterstützen unsere Brüder von der estnischen Sondereinsatzkräfte-Gruppe. Sie gehören zu unseren langjährigen Partnern. Darüber hinaus arbeiten wir mit den Letten zusammen, noch einem unserer wichtigsten Partner", erklärte ein US-Kommandeur gegenüber dem Army-Portal.
Das US-Militär verteidigt Militärübungen dieser Art als wichtigen Beitrag zum Aufbau von Interoperabilität mit osteuropäischen Staaten. Seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts 2014 betreiben die USA über die NATO die militärische Aufrüstung an der Grenze zu Russland in Osteuropa. Die NATO verteidigt ihre Initiative mit der vorgeschobenen Angst in baltischen NATO-Staaten. Diese behaupten, Russland könnte militärisch in die - wirtschaftlich herausgeforderten und von starker Abwanderung geprägten - baltischen Staaten einmarschieren, was Moskau regelmäßig dementiert.
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