Quelle: Reuters
© Charly Triballeau
US-Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump und
der japanische Premierminister Shinzo Abe gehen an Bord des japanischen
Kriegsschiffs Kaga, Japan, 28. Mai 2019.
Bei seinem Besuch in Japan verschaffte sich der
US-Präsident einen Überblick über dessen militärische Fähigkeiten. Von
dem US-Alliierten erwartet Trump, die Stärke der USA in Asien zu sichern
und das Land gegen "eine Reihe komplexer Bedrohungen" zu verteidigen.
Während seines Besuchs
in Japan begutachtete US-Präsident Donald Trump das größte Kriegsschiff
Japans. Der Helikopterträger "Kaga" ist in der Lage, Hubschrauber zu
befördern, die dazu eingesetzt werden, feindliche U-Boote aufzuspüren.
Für die USA ist Japan ein wichtiger Alliierter.
Besonders das südliche Inselparadies Okinawa dient den USA als Standbein in Asien. Hier sind rund 27.000 US-Soldaten stationiert. Die finanzielle Last trägt der japanische Steuerzahler. Wie hoch die Kosten genau sind, ist nicht bekannt. Die Summe soll jedoch zehnmal höher sein als die Kosten, die Südkorea oder Deutschland für die Präsenz des US-Militärs in ihren Ländern übernehmen.
Mehr zum Thema - Proteste auf Okinawa nachdem US-Marine-Soldat seine Freundin und dann sich selbst tötet
Auf Okinawa kommt es immer wieder zu Protesten gegen das US-Militär. Viele Einwohner empfinden dessen Präsenz als Besatzung. 1945 nahmen die USA den Bewohnern ihr Land und regierten es bis 1972. Die Inselbewohner gelten als besonders friedliebend.
Der japanische Premierminister Shinzo Abe setzt auf Trumps Unterstützung, um die Japan nach dem Zweiten Weltkrieg auferlegte pazifistische Verfassung (Artikel 9) zu ändern und die militärische Aufrüstung voranzutreiben. Die japanische Verfassung verbietet Japan den Kriegseintritt, militärische Aufrüstung und den Export von Kriegsgerät für militärische Angriffe.
Abe hatte immer wieder versucht, die "nordkoreanische Bedrohung" als Argument für eine Verfassungsänderung zu nutzen und die Japaner dazu zu bringen, diese zu akzeptieren. Auch die Kaga wird aufgerüstet, um den Anforderungen der F-35B-Jets und vertikal landender Jets (STOVL) zu entsprechen. Trump sagte über den geplanten Ausbau:
Besonders das südliche Inselparadies Okinawa dient den USA als Standbein in Asien. Hier sind rund 27.000 US-Soldaten stationiert. Die finanzielle Last trägt der japanische Steuerzahler. Wie hoch die Kosten genau sind, ist nicht bekannt. Die Summe soll jedoch zehnmal höher sein als die Kosten, die Südkorea oder Deutschland für die Präsenz des US-Militärs in ihren Ländern übernehmen.
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Auf Okinawa kommt es immer wieder zu Protesten gegen das US-Militär. Viele Einwohner empfinden dessen Präsenz als Besatzung. 1945 nahmen die USA den Bewohnern ihr Land und regierten es bis 1972. Die Inselbewohner gelten als besonders friedliebend.
Der japanische Premierminister Shinzo Abe setzt auf Trumps Unterstützung, um die Japan nach dem Zweiten Weltkrieg auferlegte pazifistische Verfassung (Artikel 9) zu ändern und die militärische Aufrüstung voranzutreiben. Die japanische Verfassung verbietet Japan den Kriegseintritt, militärische Aufrüstung und den Export von Kriegsgerät für militärische Angriffe.
Abe hatte immer wieder versucht, die "nordkoreanische Bedrohung" als Argument für eine Verfassungsänderung zu nutzen und die Japaner dazu zu bringen, diese zu akzeptieren. Auch die Kaga wird aufgerüstet, um den Anforderungen der F-35B-Jets und vertikal landender Jets (STOVL) zu entsprechen. Trump sagte über den geplanten Ausbau:
Mit dieser außerordentlich neuen Ausrüstung wird die Kaga unserer Nation gegen eine Reihe komplexer Bedrohungen in der Region und darüber hinaus helfen.Die Kaga und der Flugzeugträger Izumo werden künftig ebenfalls als Betankungsplattformen von US-amerikanischen F-35B-Kampfflugzeugen zum Einsatz kommen. Nach den Vorstellungen Abes soll die Flugzeugstaffel des Militärs auf 150 F-35-Kampfjets anwachsen, um der chinesischen Militärstärke etwas entgegensetzen zu können. Trump begrüßte das Vorhaben, damit würde Japan über die größte Fliegerstaffel aller US-Alliierten verfügen.
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