
„Wir verharmlosen die faschistische Ideologie des Islam“
_ Interview mit Imad Karim
Als 19-jähriger Student floh er 1977 vor dem Bürgerkrieg im Libanon in die Bundesrepublik. Bei uns lernte er den Fernsehjournalismus von der Pieke auf und wurde mit Preisen überhäuft. Imad Karim kommt aus einer nominell muslimischen Familie, versteht sich aber als Agnostiker – und kennt die Parallelgesellschaften, die unser Land zerstören.
Mehr zur Person: Imad Karim, Jahrgang 1958, lebt seit 1977 in Deutschland, wo er Medien- und Sozialwissenschaften studierte. 1992 begann er als freier Filmemacher für die ARD, das ZDF und den WDR zu arbeiten. Seine Filme führten ihn immer wieder zurück in islamische Länder. Er gewann zahlreiche internationale Preise, darunter auch den Civis-Integrationspreis der ARD.
?Viele Ihrer Filme sind regelrechte Plädoyers für das Recht auf Asyl. Wie sehen sie die aktuelle Migrationswelle?
Diese Immigration ist ein Krieg, der mit Kinderaugen geführt wird. Das wird nicht gut ausgehen, so wie noch nie ein Krieg gut ausgegangen ist. Diese Zuwanderung von Millionen Menschen hilft ja niemandem. Wir belohnen nur diejenigen, die sich die Schlepper leisten können. Ich war vor ein paar Monaten in Syriens Nachbarländern: dem Libanon, Jordanien und der Türkei. Die syrischen Flüchtlinge, die dort seit drei, vier Jahren leben, verkaufen alles und machen sich auf den Weg nach Deutschland.
?Warum?
Ihr Argument ist eine sichere Zukunft und vor allem wirtschaftliche Sicherheit. Starke Gründe sind, dass jeder hier seine Kinder kostenlos zur Schule schicken und sich medizinisch behandeln lassen kann und noch dazu eine Grundsicherung erhält. In meinen Recherchen ist genauestens dokumentiert, dass richtige und vermeintliche Syrer jeden Monat mehrere Millionen Euro Sozialhilfe von Deutschland aus in ihre Heimatländer überweisen. (…)
?Kennen Sie solche Verfolgten?
Natürlich. In Köln interviewte ich vor drei Wochen eine junge Frau aus Saudi-Arabien. Sie flüchtete nach Deutschland, weil ihre Eltern und die dortigen Sicherheitsorgane herausfanden, dass sie Atheistin ist. Die Frau ist noch nicht ein Jahr in Deutschland, aber spricht schon die Sprache, kennt die deutsche Geschichte und Gegenwart. Doch ihr Asylantrag wurde bis jetzt nicht entschieden.
Stattdessen ist sie gezwungen, eine Halle mit hunderten von Muslimen zu teilen, die diese jeden Morgen in eine Moschee verwandeln und darauf achten, dass auch jeder zum Gebet kommt. In den Heimen trifft die Frau quasi ihre Verfolger erneut.
Nicht nur die Salafisten sind gefährlich
?Die meisten ankommenden Menschen sind Muslime. Wie hoch ist denn der Anteil der Fanatiker?
98 von 100 dieser Menschen glauben, ein Moslem, der den Islam verlässt, verdiene den Tod. Heute, im 21. Jahrhundert, soll ich getötet werden, weil ich vom Islam, in den ich zufällig hineingeboren wurde, nicht mehr überzeugt bin? Gibt es etwas, das absurder, menschenfeindlicher und faschistischer ist als das? Für diese Menschen gelten Juden und Christen als unrein, die man allerdings ertragen muss, solange die Muslime noch schwach und in der Minderheit sind. Das habe ich übrigens als Kind auch gelernt. Dann besteht keine Aussicht auf Integration? Wer integriert wird, ist bereits als Integrierter in Deutschland angekommen. Das sind Agnostiker, Atheisten, Christen und andere Freidenker. Islam und Integration werden sich nie treffen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich kenne einen dem Anschein nach integrierten arabischen Vater, der seit 28 Jahren in Deutschland lebt. Am Rande einer Unterhaltung erzählte er mir, er glaubt, die Muslime werden Deutschland durch ihre Geburtenrate und Missionierungen islamisieren und die Christen irgendwann zum Konvertieren zwingen. Hindus, Buddhisten und andere Götzenanbeter würden dann im Auftrag Allahs getötet werden.
Ist der Mann Salafist?
Nein. Er sagte sogar, dass er Salafisten verachtet und hasst, weil sie Deutschland mit Gewalt islamisieren wollen. Ich war sehr erschrocken und erklärte ihm, was er sage, sei menschenfeindlicher Blödsinn. Er erwiderte, ich würde das nicht verstehen, weil ich als Noch-Agnostiker den Auftrag Allahs nicht sehen würde. Dem islamischen Verein dieses Mannes hat die Stadt Geld gegeben und ihn beauftragt, 170 Muslime zur Integration zu verhelfen. Wir erleben quasi die Re-Islamisierung dieser Leute hier in Deutschland mit unseren Steuergeldern.
Seit 1400 Jahren keine Weiterentwicklung
?Die Re-Islamisierung…?
Ich kenne eine deutsche Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern, von denen zwölf Prozent Moslems sind.
Dort gibt es heute 18 Hinterhofmoscheen. Jeden Tag gehen fromme Muslime zu nicht-frommen Muslimen und fragen, warum sie ihre Frauen noch nicht verschleiert haben. Es entsteht also Druck in den Gemeinschaften. Deshalb wundert mich nicht, was in Brüssel passiert oder wie es in Marxloh und Neukölln aussieht. Diese Menschen leben nach dem Koran, und der lehnt Demokratie und Pluralismus ab. Das ist Tatsache. Wer die destruktive Kraft im Islam unterschätzt, begeht ein Verbrechen an den kommenden Generationen.
?Augenblick: Der Islam ist doch angeblich friedlich.
Seit 1.400 Jahren (….)
?Was Sie beschreiben, hört sich eher nach Islamismus an.
Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist eine Erfindung des Westens.(…)
?Jetzt klingen Sie aber ganz schön hart.
Ich komme aus einer sehr liberalen Familie. Wir waren Agnostiker, weltoffen und nur formal gesehen islamisch. Bei meinen Onkeln und Tanten war das anders. Wenn wir dort zu Familientreffen zusammenkamen, mussten wir vor dem Essen beten: „Gott verfluche die Christen und die Juden.“ Man darf nicht sagen: „Gott schütze die Menschheit“, sondern „Gott schütze die Muslime“, sonst wäre das eine Sünde. Heute höre ich das überall und sogar von großen Minaretten deutscher Städte.
Wir haben im Koran eine Anfangssure. Darin beten
(…)
Das Schweigen der Mehrheit
?Na gut, aber die meisten Muslime leben doch friedlich.
Ja, aber (…)
? … und sehr viele Christen!
Am Tag darauf habe ich bewusst alle arabischen Medien überflogen. Überall war das Wort Terroranschlag in Anführungszeichen gesetzt, wodurch in Frage gestellt wurde, dass es ein terroristisches Verbrechen war. So kommt diese Nachricht bei den Muslimen in Deutschland an, die ja Satellitenfernsehen haben. Radikale und moderate Muslime verbindet zudem die Opferrolle. Alle sehen sich als Opfer.
? Können Sie nicht nachvollziehen, dass Muslime wütend auf den Westen sind?
Doch, absolut. Die Eliten im Westen, die uns in Bezug auf die „Willkommenskultur“ ihre Definition von Humanität aufzwingen wollen, sind dieselben, die Kriege in der Region entfachen und Waffenlieferungen in Milliardenhöhe genehmigen. Ich verstehe die Wut der Menschen, aber nicht
(…)
? Was bedeutet das konkret für Deutschland?
Natürlich gibt es hier Muslime, (…)
? Was können wir tun?
Wir müssen (…)
*** Dieses Interview muss man gelesen haben, wenn man mitreden will. Es ist ungekürzt zu finden in der aktuellen Ausgabe von COMPACT-Magazin – hier abonnieren. ***
Herr Karim, vielen Dank für das Gespräch.
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