Ich
weiß, es ist beschämend. Ich habe in den ersten Jahren regelmäßig über
die wahnsinnige Katastrophe berichtet. Aber das hat weniger und weniger
Leute interessiert und so ein Desinteresse ist ja ansteckend. Selbst als
die Meerestiere wieder als “unbedenklich” für den Verzehr freigegeben
wurden, als auch die Olympiade als unbedenklich für die Sportler und die
Zuschauer gleichermaßen eingestuft wurde – sogar einige Ereignisse nach
Fukushima verlegt wurden – und als alles mit Gleichmut hingenommen
wurde, was kann man da noch tun? Man verfällt in genau die gleiche
Lethargie. Würden 100 000 Menschen auf einmal tot umfallen oder
wenigstens die 18 000 Menschen, die bisher gestorben sind, dann würde
man ja – vielleicht – etwas anders reagieren. Aber man sieht es nicht,
hört es nicht, riecht es nicht – also kann doch alles gar nicht so
schlimm sein. Nein, nein – es ist alles nicht so schlimm. Also schauen
wir einfach mal in die andere Richtung.
Die achtjährige Atomkatastrophe der Fukushima Daiichi Katastrophe markiert einen kritischen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte.
Bis November 2018 sind 18.434 Menschen nachweislich an den Folgen des Erdbebens vom 11. März 2011 und des anschließenden Tsunamis gestorben, der die Kernanlage getroffen hat und zur Überschwemmung von Stromerzeugern führte…
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